12. Selbst lektorieren?

Selbst lektorieren – geht das? Ich sage: NEIN

Als Lektorin rate ich dir IMMER zu Testlesern, zu einem professionellen Lektorat sowie einem anschließenden Korrektorat. Mit jedem Arbeitsschritt verbesserst du dein Manuskript und erhöhst die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Buch besser verkauft. Das ist auch meine tiefste Überzeugung als Autorin.

Warum?

Kennst du das Wort Betriebsblindheit?

Eine Krankheit? Nein, es ist normal.
Wir Autoren sind voreingenommen und so überzeugt von unserem Werk, dass wir Fehler schlichtweg übersehen. Wir bauen Logikfehler ins Manuskript ein und verlieren vielleicht den Überblick.
Manchmal setzen wir beim Leser Kenntnisse voraus, weil wir denken, das müsste doch jeder wissen – nur weil wir es wissen? Weit gefehlt. Wir lassen den Leser mit offenen Fragen zurück, die ihn schlimmstenfalls unser Buch zuklappen lassen.

Außerdem sind wir dermaßen von unserer Idee, unserem Schreibstil oder den Charakteren überzeugt, dass wir denken, jeder findet das Buch genauso spannend wir. Alle werden unser Buch lesen… Wirklich?

Kurz gesagt: Uns fehlt der nötige Abstand zu unserem Manuskript.

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Keine Bange, Betriebsblindheit ist normal. Daher meine Tipps:

  • Bevor du dein Manuskript selbst noch einmal überprüfst, solltest du es mindestens 3-4 Wochen, am besten länger, in die Schublade – bzw. in einem extra Dateiordner – verbannen. Probiere es aus. Du wirst mit mehr Abstand erstaunt sein, wieviel du plötzlich ändern möchtest.
  • Bitte unabhängige Testleser, dein Buch zu lesen. Frage KEINE Verwandten und Freunde, sondern Leser, die in deinem Genre zuhause sind. Mehr zum Thema Testleser findest du im Autorentipp 14: „Der ideale Testleser“
  • Es ist unbedingt notwendig, dein Buch von mindestens einer weiteren Person überprüfen zu lassen.

Jeder Verlag arbeitet mit Lektoren. Ich kenne kein Buch, auch keines von Bestseller-Autoren, das nicht zuvor professionell überarbeitet worden wäre.

Als Selfpublisher sind wir unser eigener Verleger und selbst für alles verantwortlich.

Ist unser Manuskript fertig, müssen wir zusätzlich die für unsere Zielgruppe passenden Testleser, Lektoren und/oder Korrektoren finden und beauftragen. Hinzu kommen der Aufwand sowie die Kosten für das Cover, für die Website, das Marketing etc.

Das alles kostet und die Geldbeträge sind, besonders am Anfang der Karriere, nicht immer leicht zu stemmen. Dennoch: Welches Buch wird höhere Einnahmen und bessere Rezensionen erzielen?

Am Ende des Tages entscheiden die Leser.

Sie sind es, die wir auf wundervolle Reisen in die Welten unserer Bücher entführen wollen, denen wir Entspannung schenken wollen, denen wir ein prickelndes oder spannendes Lesevergnügen bereiten wollen.

Es heißt: Nur sehr wenige Autoren können ihren Lebensunterhalt aus ihrem Beruf bestreiten. Wir sollten es trotzdem versuchen. Findest du nicht?

Noch einmal zur Eingangsfrage: Selbst lektorieren – geht das? NEIN!

Ein Punkt noch: Ein professionelles Lektorat erspart uns viel Zeit, die wir Selfpublisher früher für die anderen Aufgaben nutzen können.

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Ich freue mich über deinen Kommentar, doch beachte bitte, dass ich nur respektvolle und konstruktive Beiträge zulasse. Ich danke dir.

Liebe Grüße
Martina

Grüner Topas von Martina Kaufmann:

Grüner Topas

4. Schreib- oder Autorenprogramm?

Womit erleichterst du dir das Romanschreiben?

Ich hätte niemals gedacht, dass ein Autorenprogramm mir die Arbeit dermaßen erleichtern könnte. Allein auf die Idee zu kommen, mir ein solches anzuschaffen, dauerte fast vier Romane lang.

Ich hatte 2020 einfach angefangen zu schreiben und genutzt, was mir auf meinem Laptop sofort zur Verfügung stand. Irgendwie war es nicht geplant gewesen, eher eine fixe Idee. Hatte ich doch zuvor nur No-and-Low-Content-Books erstellt.

Doch erst einmal angefangen, schrieb ich und schrieb und schrieb. Erst Band eins, dann zwei. Mich hatte ein nicht enden wollender Schreibflow gepackt, warum ich mich auch im dritten Band weiter durch mein selbst erfundenes Schreibsystem kämpfte.

Kennst du das, wenn nichts und niemand dich von deiner Arbeit abhalten kann?

Ich war zu Beginn meiner Karriere felsenfest davon überzeugt, dass OpenOffice für meine Buchprojekte ausreicht: In Writer schrieb ich meine Texte, in Calc verschaffte ich mir die notwendigen Übersichten über Personen, Orte und Handlungen und erstellte Statistiken über meine Schreibtätigkeit. Was für ein mühsames und zeitaufwendiges Unterfangen.

Irgendwann war ich es doch Leid. Mit drei veröffentlichten Romanen und Band 4 in der gedanklichen Planung machte ich mich auf die Suche nach Arbeitserleichterung und wurde fündig.

Unter der großen Anzahl an Autorenprogrammen entschied ich mich für Patchwork, was mich bis heute nicht enttäuscht. Mittlerweile haben die Programmierer eine neue, verbesserte Version auf den Markt gebracht.

Man spricht von 21 Tagen, bis man sich an neue Arbeitsabläufe und Denkweisen gewöhnt hat. Drei Wochen hatten leider nicht gereicht. Das Programm ist so komplex und vielseitig, dass ich länger gebraucht hatte, um es überhaupt zu erlernen. Die Mühe hat sich jedoch gelohnt, langfristig gesehen war es eine meiner besten Entscheidungen.

Warum Patchwork?

Patchwork bietet mir natürlich sehr viel mehr als die Bürosoftware. Es unterstützt mich bei fast allen Schritten, die ich als Autorin von der ersten Buchidee bis zur letzten Formatierung für die Veröffentlichung zu gehen habe. Warum fast allen? Ein Cover kann ich damit nicht gestalten…

Von der Ideenfindung bis zum Plot, von der Ausarbeitung der Charaktere über die Beschreibung von Orten bis zu Internetrecherchen hinterlege ich alles in Patchwork, um es dann in den einzelnen Szenen verlinken zu können. So behalte ich jederzeit den Überblick auch bei längeren Buchprojekten. Sogar ganze Buchreihen kann ich mit ihm planen. Adieu OpenOffice Calc.

Hier noch eine kleine Anekdote aus der Zeit meiner Bürosoftwarenutzung: Die Protagonistin hatte am Ende des zweiten Bandes eine komplett andere Haarfarbe als zu Beginn! Ich bin zwar nicht sicher, welchem meiner Leser es wirklich aufgefallen wäre, mir es war zum Glück noch aufgefallen und ich habe es schnell geändert. Mit Patchwork passieren mir solche Fehler nicht.

Möchtest du erzählen, welche Fehler du schon ins Manuskript eingebaut hast?

Was macht Patchwork so besonders? Es ist ein szenenorientiertes Programm. Ich musste zwar etwas umdenken, doch dafür kann ich jetzt meine Bücher besser planen und strukturieren. Ich schreibe einzelne Szenen, die ich später noch in den Kapiteln hin- und herschieben kann. Adieu OpenOffice Writer…

Des Weiteren kann ich auf alle vorherigen Änderungen zugreifen, sie, wenn notwendig, rückgängig machen und meine Schreibtätigkeit abfragen. Das Programm hilft mir außerdem bei der abschließenden Buchformatierung und sogar bei der Veröffentlichung und bei vielem mehr.

Spürst du meine Begeisterung? Den wahren Umfang dieser Software kannst du auf deren Website nachlesen.

Nutze ich die KI zum Schreiben?

Die KI, oder im Englischen AI genannt, ist derzeit auf dem Vormarsch. Ich lasse bisher keine Texte von ihr verfassen, dafür spiele ich zu gerne selbst mit den Worten.

Jedoch benutze ich sie gelegentlich für meine Recherchetätigkeit als Lektorin. Meine Erfahrungbestätig immer wieder, dass ich mich besser nicht auf sie verlasse. Lieber sehe ich im „Duden“ oder im „Amtliches Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung“ nach.

Mit welchem Programm schreibst du deine Bücher?

Welche Erfahrungen hast du bisher gemacht? Schreibe gerne einen Kommentar.

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Alles Liebe
Martina Kaufmann

Bitte beachte:
Ich lasse nur respektvolle und konstruktive Kommentare zu. Ich danke dir für dein Verständnis.
Patchwork ist eine eingetragene Marke. Mein Beitrag ist eine aus reiner Begeisterung unbezahlte Empfehlung.