Glück üben…

…durch tägliches Schreiben, wofür Du heute dankbar bist.
Schon Cicero sagte: „Dankbarkeit ist nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Grundlage für alle anderen.“ Amerikanische Psychologen haben nun, 2000 Jahre später, herausgefunden, dass auch die persönliche Zufriedenheit eines Menschen gesteigert wird, wenn man Dankbarkeit zeigt.

Warum schreibe ich Dir das?
Ich habe viele, viele Jahre in einem Leben ohne Dankbarkeit gelebt. Es war irgendwie alles selbst-verständlich. Das war es nicht, wie mir jetzt erst richtig bewusst geworden ist.

Wir leben gerade in besonders aufregenden Zeiten und ich habe das Gefühl in einer anschwellenden Welle zu schwimmen. Diese hat ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht, es scheint erst loszugehen…. – sagt mir mein bisschen Ego-Verstand und fängt sofort an, die Zukunft zu planen.

Was wäre, wenn wir wieder mehr eingeschränkt werden würden?
Was wäre, wenn ich mich impfen lassen müsste?
Was wäre, wenn es zu einer Weltwirtschaftskrise käme?
Was wäre, wenn ich an Corona erkranke?
Was wäre, wenn mir morgen der Himmel auf den Kopf fiele? ….ups 😉

Genau: STOP die Gedankenmonsterlein. Was ist das? Was hüpft da wie ein Eichhörnchen in meinem Kopf herum? Es sind Gedanken. By the way… seeeehr viele Gedanken, hektische und nie endende, auch angstmachende Gedanken.

Es sind letztendlich Gedanken resultierend aus den Erfahrungen meiner Vergangenheit. Dies sind einige dieser Erfahrungen:
Ich hatte eine Mega-Infektion und wäre beinahe gestorben.
Nach jeder Impfung ging es mir schlecht.
Ich musste immer schauen, wofür ich mein Geld ausgab.
Meine Freiheit war stark durch meine Krankheit eingeschränkt…
Sofort ploppen die dazu gehörenden schlechten Gefühle auf.
Wenn alles zur Zeit in Ordnung wäre, kämen sie nicht so extrem zum Vorschein, da bin ich mir ziemlich sicher.

Diese Gedanken schlagen Eichhörnchen-Purzelbäume zwischen meinen Ohren. Sind sie nützlich? Nicht wirklich. Die Vergangenheit ist vorbei. Diese vielen kleinen Monsterlein dürfen jetzt gerne Seil hüpfen, Eis schlecken und lustige Dinge tun. Sie haben keine anderen Aufgaben mehr. Auch die Gefühle, die sie hervorrufen sind nur in meinem Kopf. Es ist vorüber.

Weil ich diese Erfahrungen gemacht habe und diese Erinnerungen habe, fange ich sofort an, an die Zukunft zu denken. In Form der vielen Was-wäre-wenn-Fragen, die ich oben gestellt habe.

Dann geht es automatisch weiter:
Mein Kopf plant sofort und denkt sich Lösungen aus:
Wenn ich weiter eingeschränkt werden würde, würde ich dann trotzdem raus gehen?
Wenn Impfpflicht kommen würde, würde ich auswandern?
Wenn ich Corona bekäme, würde ich sterben? Ist alles dafür geregelt?
Wieviel ist 2+2? (Hast Du auch automatisch an 4 gedacht?)

Das ist so krass und dramatisch. Genau meine alte Denkweise: Voller Angst, ohne Vertrauen und dazu noch auf einer ganz niedrigen Gehirnfrequenz.
Denn: Gefühle folgen immer den Gedanken, und die sind in dem Fall alles andere als positiv.

Mehr noch: Meine Gedanken Hüpfen von der Vergangenheit in die Zukunft und zurück und kreuz und quer. Dabei vergesse ich das Aller-Aller-Wichtigste: das HIER und JETZT.

HIER und JETZT sitze ich in unserem wunderschönen Wohnzimmer am Laptop, habe eine Tasse Kaffee neben mir und schreibe diesen Blogartikel.
Ich bin gesund und satt. Ich kann Musik hören und Freunde über verschiedene Video-Call-Kanäle treffen. Das geht bis zu Gruppentreffen und Konferenzen mit vielen anderen Menschen. Das ist einfach wundervoll.

Mehr noch: Ich lebe in Deutschland, wir haben ein prima funktionierendes Gesundheitssystem. Es ist Frühling, die Natur explodiert und ich kann nach Draußen zum Walken und Fahrradfahren. Dort liebe ich es, kleine Lebewesen im Grünen zu entdecken und zu fotografieren, genau so wie Blüten und Bäume. Das ist wunderbar.

Die Natur ist voller Fülle und hat ihren eigenen Kreislauf. Sie ist einfach.
Ich habe beschlossen, mich der Natur anzuschließen und zu sein.
Ich richte jeden Tag meinen Fokus auf das Schöne und bin dankbar, für das Hier und Jetzt. Es ist ein Üben und Trainieren…Glück üben halt, und zwar wie Cicero sagte: „Dankbarkeit ist nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Grundlage für alle anderen.“

Es gelingt mir nicht immer, jedoch zaubert es mir immer öfter ein Lächeln ins Gesicht und lässt meine Augen strahlen. Wenn das nicht gelingt, schaue ich mir meine gemalten Lebensblumenbilder an oder male selbst ein Bild.

Ich tue alles dafür, mein Glück zu üben. Es gelingt mir umso mehr, wenn ich es aufschreibe. Genau das ist der Grund, warum ich so viele Dankbarkeits-Übungsbücher kreiert habe. Hier findest Du eines davon:
Danke-Tagebuch

Ja, im Großen und Ganzen bin ich sehr dankbar – für mein Leben.
HIER und JETZT
Namasté lieber Leser
Danke für Deine Zeit
Martina