Ändere Deinen Fokus auf „Ich liebe…“

„Es gibt so viele Gründe glücklich zu sein, suche Dir einfach einen davon aus.“ Und? Welchen Grund hast Du genau jetzt in diesem Augenblick glücklich zu sein? Ist Dir spontan ein Grund eingefallen?

Mir fallen dazu ganz viele Gründe ein. Ich mache seit Monaten kaum anderes, als zu überlegen, was mich glücklich macht. Klingt das komisch für Dich? Ja, für mich hätte es bis vor ein paar Jahren auch sehr komisch geklungen.

So viele Jahre war ich krank und damit auch unglücklich – so dachte ich. Meine Krankheit und die Angst vor der nächsten Krankheit haben mein Leben bestimmt, ich fühlte mich nie richtig gut. Zudem habe ich mir eingeredet, dass ich nie richtig gesund sein werde – aber was ist überhaupt gesund?

Noch so ein Begriff, den man selbst für sich definieren kann. Oder man geht zum Arzt und ist dann hoffentlich beruhigt, wenn er sagt: „Sie sind gesund“. Auch da liegt es an einem selbst, ob man ihm glaubt oder nicht. Manchmal ist es sogar gut, sich mehrere Meinungen einzuholen. Aber das ist ein anderes Thema und sehr, sehr individuell.

Ich habe so viele Operationen über mich ergehen lassen und lassen müssen, dass ich irgendwie ständig damit beschäftigt war, wieder gesund zu werden. Die Menschen, die mich immer damals begleitet haben, mussten sorgenvolle Zeiten mitmachen, Sorgen um einen geliebten Menschen. Sie standen mir immer zur Seite, dafür bin ich ihnen unendlich dankbar.

Meine Krankheit hatte mein ganzes Leben bestimmt. Mein Fokus lag auf Sorgen und Ängsten. Ich war so verletzlich, dass ich mich von der Meinung anderer habe beeinflussen lassen. Ich habe Muster angenommen, ohne sie zu hinterfragen. Warum hätte ich sie hinterfragen sollen? Irgendwie funktionierte doch alles. Jedoch habe ich immer gespürt, dass irgend etwas komisch war. Ich sollte immer in finanzieller Sicherheit leben, nach Glück und Erfüllung wurde damals nicht gefragt. Und überhaupt: was ist das denn, das Glück? Habe ich ein Recht auf Glück?

Ich begann nach dem Abitur eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten (uff, was für ein ödes Wort) im öffentlichen Dienst. Die fand ich so fürchterlich, dass ich – wen wundert es – wieder krank wurde. Ich wurde krank, weil ich diese Ausbildung machte und nicht wie erhofft: Wenn ich eine sichere Arbeit habe und mir wegen Geld keine Sorgen machen muss, dann werde ich nicht mehr krank. Also: wieder ein UMZU…darüber sprach ich bereits hier: Was macht Dich glücklich?

UMZU: Um beruhigt leben zu können, lernte ich einen für mich nicht passenden Beruf. Hier waren die Erfahrungen aus meiner langen Krankheit als Kind und da war die Planung einer Zukunft, von der ich mir und vor allem mein Umfeld sich für mich finanzielle Sicherheit erhoffte. Also schaffte ich – ich weiß bis heute nicht wie – die Ausbildung mit einem der besten Ergebnisse und war gleichzeitig wieder lange Zeit in Krankenhäusern. Also: ich werde sowieso wieder krank, dann ist es doch besser, in der Verwaltung zu bleiben. Das, was ich denke, erfüllt sich – IMMER.

Ich hatte keinen Mut, etwas Neues zu wagen. Denn ich war ja außerdem eine junge Frau, die heiraten und Kinder bekommen wird. Mein Leben war sozusagen gesellschaftlich vorherbestimmt, so das Muster der alten Generation. Das mit den Kindern stimmt, ich hätte mir ein Leben ohne Kinder nie vorstellen können.

Ich blieb also erst einmal in diesem Beruf. Dann folgte der nächste Kompromiss: Die Verwaltung schloss ihre Niederlassung in meiner Heimatstadt und bot mir einen Job in einer 120 km entfernten Großstadt an, natürlich für dasselbe Gehalt. Endlich habe ich gekündigt und begann ein Studium. Der Kompromiss war: ein Studium am Wohnort in einem Studiengang, der mir heute wirklich zu Gute kommt und super interessant war. Mein Lieblingsfach war es nicht, das war Biologie oder Medizin. Und dennoch.

Ich war glücklich an der Universität: ich hatte wenigstens ein bisschen gewagt, auszubrechen. Mit fast 30 Jahren begann ich ein Informatikstudium mit Fachrichtung Computervisualistik. Damals begann die große Ära des Worldwideweb und der Webauftritte für jeden und ich erhoffte mir – aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus – durch das Studium einen in der Zukunft sicheren Beruf. Da ist es wieder, das Wort: „sicher“

Meine weibliche, biologische Uhr tickte unablässig. Wir entschieden uns für Kinder und ich mich gegen meine Karriere. Ich gab das Studium zugunsten unserer Jungs auf. Nun blieb ich viele Jahre Hausfrau und Mama, ein sehr erfüllender Beruf. „Ich kann ja, wenn ich älter bin, mich wieder um mich kümmern…“ so meine Idee.

Warum erzähle ich das alles? Weil es immer nur darum ging, das große Glück zu finden und zu fühlen, in einer sicheren Zukunft. Was ich vollständig vergessen habe: das Glück war bereits da. Ehrlich gesagt wusste ich damals nicht wirklich, was Liebe ist. Außer, dass ich meine Kinder liebte und immer noch über alles liebe. Sie waren der Grund weiterzuleben, in mir selbst konnte ich keinen einzigen Grund zum Glücklichsein finden, geschweige denn, dass ich mich selbst lieben konnte, eher im Gegenteil. Also begab ich mich auf die Suche.

„Es gibt so viele Gründe glücklich zu sein, suche Dir einfach einen davon aus.“ Was hätte ich wohl in dieser Zeit geantwortet? Es waren zwei Dinge: meine Kinder und mein Mann.

Heute jedenfalls kenne ich unendlich viele Gründe glücklich zu sein:
Ich habe zwei wundervolle Söhne, erfüllende Beziehungen, ich bin eingebettet inmitten lieber Menschen, habe eine wunderschöne, helle Wohnung und einen Beruf, der mich erfüllt.

Die Schmerzen werden nie ganz verschwinden, sie sind täglich da, mal mehr und mal weniger. Oft gibt es Tage, an denen ich mich nicht gut fühle.

Also habe ich meinen Beruf so ausgerichtet, dass ich im Rahmen meiner Möglichkeiten Geld verdienen kann. Alles, was ich mir je erschaffen habe, fließt heute zusammen und hilft mir in meinem jetzigen Business. Ob es die Informatik oder die Verwaltungsausbildung war, das Leben als Hausfrau und Mama oder die Malerei – nichts war ein Fehler. Alles geschah zur genau passenden Zeit und immer, wenn ich bereit dazu war. Jetzt kombiniere ich alle Learnings miteinander und baue mir ein eigenes Einkommen auf.

Ich bin heute glücklich. Es ist wie es ist, es geht darum, seinen Fokus neu auszurichten. Soll die Angst oder die Liebe meinen Verstand beherrschen? Ich habe mich für die Liebe entschieden, das Jammern lag mir sowieso noch nie.

Nun stelle ich Dir noch einmal die Frage:
„Welchen Grund hast Du genau JETZT in dieser Sekunde, in der Du das hier liest, glücklich zu sein?“
Welche Sicht auf was magst Du in diesem Moment verändern?

Hier mein Tipp für Dich:
Schreibe Deine Gründe, warum Du glücklich bist, täglich auf. Beginne damit, positive Gedanken zu üben. Ich liebe…

Ich habe dafür extra ein Buch entwickelt. Es ist ca. A5 groß und hat 124 weiße, komfortabel beschreibbare Seiten und ein wunderschönes Herzcover. Jede Seite ist für einen Tag der Liebe bestimmt. Nach jeweils 7 Tagen gibt es eine Extraseite, in der Du Deine Gefühle eintragen kannst. Was verändert sich? Fühle, wie es Dir nach 14 Wochen geht.

Du denkst, das sei viel Arbeit? Es ist nicht viel Arbeit, es ist nur ungewohnt, wenn Du es noch nie zuvor versucht hast.

Es ist ganz einfach. Es ist eine Sache von täglich 10 Minuten, die Du mit Dir selbst verbringen kannst. Du wirst erstaunt sein, wie viel Dir einfallen wird, was Du liebst, wenn Du erst einmal damit angefangen hast. Du kommst dabei auf schöne Gedanken und gehst viel achtsamer mit Dir um. Tue dies am Abend und zwar täglich, dann wirst Du viel besser einschlafen und träumen können.

Achtung: Schreibe in dieses Buch NUR das, was Du liebst. Lasse Dich ganz bewusst darauf ein. Wenn Dir nur Ängste und Sorgen einfallen, nimm zuerst ein anderes Notizbuch und trage diese dort ein. Klappe das Buch zu und richte Deinen Fokus auf das Schöne in Deinem Leben. Diese Reihenfolge ist besonders wichtig. Du solltest jeden Abend mit schönen Gedanken voller Vertrauen in Deine Träume eintauchen.

Und noch ein Hinweis: Der Fokus auf gute Gedanken bedeutet nicht, dass Du ab sofort mit rosa Brille durchs Leben gehen sollst. Sorgen und Probleme werden wir immer wieder haben und wir werden uns immer wieder verschiedenen Aufgaben stellen müssen. Jedoch fällt es uns dann viel leichter, diese Aufgaben mit einem anderen Fokus zu bewältigen.

Wie gesagt: Versuche es einfach. Hier findest Du das „Ich liebe…“ – Buch

„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann ist glücklich“
Hermann Hesse